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Österreichisch-Türkisches Wissenschaftsforum (OTW)
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8. November 2003 - 17:6
80 Jahre Republik Türkei - Bericht Workshop Türken in Wien

WORKSHOP Bedeutung der Türken in Wien heute
31.10.2003, 16.00 - 18.00
von Ayhan Evrensel

Ungefähr jeder Vierzigste in Österreich hat seine Wurzeln in der Türkei.
Der letzte Workshop des dreitägigen Programms anläßlich des 80. Jahrestages der Republik Türkei war einem Thema gewidmet, über das fast alle Türken in Wien heute sprechen: über Stereotypen als Belagerer oder als Putzfrau bis hin zu Wahlrecht für Immigranten.
Fünf TürkInnen aus der Politik und Wirtschaft teilten dem Publikum ihre persönlichen Erfahrungen mit, wie man damit lebe, ein „Türke in Wien“ zu sein.
Die zwei Vertreter aus der Wirtschaft in diesem Panel, Herr Ing. Edip Bayizitlioglu von der Firma WEDCO and Herr Mehmet Atis von Atis Elektroinstallationen gaben Beispiele an, mit welchen Vorurteilen sie seitens ihrer Klienten konfrontiert waren und wie sie diese bewältigen konnten.
Die Diskussion zwischen den Vertreterinnen der politischen Parteien, Frau LAbg. Nurten Yilmaz (SPÖ), Frau Mag. Sirvan Ekici (ÖVP) und Frau Mag. Alev Korun (die Grünen), zeigte die Vielfalt an Meinungen zwischen den türkischen, in Wien lebenden Intellektuellen auf.
Im Anschluß an die Kurzreferate der Keynote Speakers folgte eine äußerst dynamische Frage- und Antwortrunde. Dabei wurden die Sprachproblematik, die Schwierigkeiten, die österreichische Staatsbürgerschaft zu erhalten, das Wahlrecht, türkische/muslimische Friedhöfe und Bemühungen gegen die Diskriminierung angesprochen.
Vom Standpunkt des Moderators aus betrachtet möchte ich bemerken, daß der Schwerpunkt dieses Workshops auf der Integration lag, und daß sowohl Österreicher als auch Türken in dieser Hinsicht noch viel Arbeit vor sich haben.

 
Die Intensivierung österreichisch-türkischer Wissenschafts-, Kultur- und Bildungskooperationen nicht nur auf bilateraler Basis sondern auch im Kontext der Europäischen Union stellt die prioritäre Aufgabe des OTW dar. Denn: Das Wissen wird größer, je öfter man es miteinander teilt.