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Österreichisch-Türkisches Wissenschaftsforum (OTW)
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Veranstaltungskalender / Archiv
20. Dezember 2002 - 12:34
Symposium 1. und 2. Oktober 2002, Altes Rathaus, Wipplingerstr. 8, 1010 Wien

Die Ära Kara Mustafa Paschas in der österreichisch-türkischen Geschichte. Von Mogersdorf nach Buda (1664–1686) – Neue militär- und kulturhistorische Aspekte. Ein Strukturvergleich

Das Vorlesungsverzeichnis der Universität Wien bietet eine Vielzahl von Lehrveranstaltungen in den diversen Instituten an, die direkt oder indirekt mit der österreichisch-türkischen Vergangenheit in Bezug stehen. Dieses große türkeispezifische Lehrangebot der Alma Mater Rudolfina ist unter anderem damit zu begründen, daß die österreichische Geschichtsforschung die eigene Vergangenheit nicht vollständig ausarbeiten könnte, wenn sie den osmanischtürkischen Anteil nicht berücksichtigte. Aus diesem Grund und wegen der historisch und geographisch wichtigen Lage Wiens entwickelte sich die österreichische Schule weltweit zu einem der führenden Wissenschaftszentren, begünstigt durch die besonders reichen Quellenbestände, die eine Forschung auf turkologischem Gebiet gefördert haben. In den vergangenen Jahrhunderten nahm der jeweilige Nachbar in der Geschichtsschreibung der Österreicher und Türken eine herausragende Stellung ein. Auf beiden Seiten wurde viel publiziert und geforscht. Am Symposium nehmen namhafte Wissenschaftler aus der EU(Österreich, Deutschland und Großbritannien) und zwei Beitrittskandidaten (Türkei und Ungarn) teil; es findet am 1. und 2. Oktober im Barocksaal des Alten Rathauses im ersten Wiener Gemeindebezirk statt. Neue Aspekte aus der gemeinsamen Geschichte werden hierbei aufgearbeitet und diskutiert und in der Folge als Sonderpublikation in der Schriftenreihe des Heeresgeschichtlichen Museums publiziert.
Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

 
Die Intensivierung österreichisch-türkischer Wissenschafts-, Kultur- und Bildungskooperationen nicht nur auf bilateraler Basis sondern auch im Kontext der Europäischen Union stellt die prioritäre Aufgabe des OTW dar. Denn: Das Wissen wird größer, je öfter man es miteinander teilt.