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Österreichisch-Türkisches Wissenschaftsforum (OTW)
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15. Dezember 2004 - 14:50
Tagungsbericht ANKARA 13. Dezember 2004

Die TÜRKEI in EUROPA : Geschichte, Kultur und Identität

Am 13. Dezember fand in den Räumlichkeiten der Türkischen Historischen Gesellschaft in Ankara das Symposium mit dem Arbeitstitel „Die Türkei in Europa: Geschichte, Kultur und Identität“ statt.

Mitveranstalter waren neben dem Österreichisch-Türkischen Wissenschaftsforum die Diplomatische Akademie Wien und die Türkische Historische Gesellschaft. Mit diesen beiden Institutionen veranstaltete das Österreichisch-Türkische Wissenschaftsforum bereits im Vorjahr in den Räumlichkeiten der Diplomatischen Akademie ein zweitägiges Symposium und einen sechsteiligen Workshopzyklus (siehe dazu www.otw.co.at/otw/index.php/g/a/139).

Die Zusammenarbeit in diesem Jahr war wiederum sehr erfolgreich, diese Tagung stand ganz im Licht des 250jährigen Jubiläums der Diplomatischen Akademie.

Die Veranstaltung war äußerst gut besucht, so war unter anderem als Besucher der Veranstaltung auch S.E. Botschafter Dr. Marius Calligaris, österreichischer Botschafter in der Türkei, zugegen.

Die beiden Auftaktvorträge von Botschafter Dr. Albert Rohan und Botschafter Prof. Dr. Ahmet Davutoglu standen beide im Zeichen der am Freitag, dem 17. Dezember 2004 stattfindenden Gespräche im Europäischen Rat bezüglich einer Entscheidung, ob man mit den Beitrittsverhand-lungen mit der Türkei unverzüglich beginnen solle oder nicht.

In den nachfolgenden drei Panelen wurde über Identität, Kultur und Geschichtsschreibung in einem interdisziplinären Rahmen gesprochen, da die anwesenden Wissenschaftler aus Bulgarien, Deutschland, Österreich und der Türkei aus den Disziplinen der Geschichte, Geschichte der frühen Neuzeit, Internationalen Beziehungen, Orientalistik, Sprachwissenschaften und Ost- und Südosteuropaforschung sowie Kulturwissenschaft stammten. Damit konnten neue Ansätze in hergekommenen Modellen gesetzt werden.

In der abschließenden Sitzung wurden von Prof. Dr. Yusuf Halacoglu die Ergebnisse des Tages evaluiert und neue gemeinsame Projekte in der Zukunft in Aussicht gestellt. Gesandter Mag. Gerhard Reiweger, der stellvertretende Direktor der Diplomatischen Akademie, stellte in diesem Rahmen die Diplomatische Akademie näher als wissenschaftliche Ausbildungsstätte vor und bekundete, daß man die Symposiumsergebnisse in den Favorita Papers publizieren werde. Mag. Kerstin Tomenendal betonte abschließend die Wesentlichkeit und Wichtigkeit von fächer- und länderübergreifenden Studien.

Wir bedanken uns als Österreichisch-Türkisches Wissenschaftsforum noch einmal bei unseren österreichischen und türkischen Kooperationspartnern sowie allen Referenten an dieser Konferenz. Ein ausdrücklicher Dank ergeht an dieser Stelle an Herrn Dr. Nezih Pala, Frau Narin Koray und Frau Arzu Öztas, die durch ihre simultane Dolmetscherei die Arbeitssprachen Türkisch und Deutsch ermöglichten.

Wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder auf fruchtbare Zusammenarbeit!

Bildergalerie (immer von links nach rechts):

Bild 2: S.E.Botschafter Dr. Albert Rohan - S.E. Botschafter Prof. Dr. Ahmet Davutoglu

Bild 4: S.E. Botschafter Dr. Marius Calligaris, Gesandter Mag. Gerhard Reiweger, Mag. Kerstin Tomenendal, Prof. Dr. Ilber Ortayli

Bild 5: Drittes Panel: Dr. Valeria Heuberger, Dr. Erwin Lucius, Mag. Kerstin Tomenendal, Prof. Dr. Markus Köhbach, Prof. Dr. Valery Stoyanov, Prof. Dr. Stanford Shaw

Weitere Bilder siehe unter www.otw.co.at/otw/index.php/g/a/185

 
Die Intensivierung österreichisch-türkischer Wissenschafts-, Kultur- und Bildungskooperationen nicht nur auf bilateraler Basis sondern auch im Kontext der Europäischen Union stellt die prioritäre Aufgabe des OTW dar. Denn: Das Wissen wird größer, je öfter man es miteinander teilt.