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Welche Faktoren machen eine rundum gelungene wissenschaftliche Tagung aus?
Impressionen aus Ankara
Hierzu fallen dem konferenzerprobten Wissenschaftler wohl eine Reihe von Ingredenzien ein, darunter ein abwechslungsreichen Tagungsprogramm, Vortragende, die bei ihrer Präsentation die behandelte Thematik umfassend und spannend beleuchten, ferner ein gut gewählter, angenehmer Tagungsort, an dem es sich trefflich debattieren läßt.
Die am 13. Dezember 2004 in Ankara veranstaltete Konferenz war jedenfalls ein Beispiel für die ideale Symbiose zwischen hohem wissenschaftlichem Anspruch auf der einen Seite und einer ihrem gesamten Ablauf nach hervorragend strukturierten Konferenz auf der anderen Seite. Besonders hervozuheben ist das liebevoll arrangierte und gut durchdachte „Drumherum“ der Tagung, das solch einem Anlaß erst die richtige Atmosphäre verleiht, und eben darüber möchte ich an dieser Stelle kurz berichten; das wissenschaftliche output soll im Rahmen der „Favorita Papers“ veröffentlicht werden, und daß solch ein Zusammentreffen von Fachleuten ein hohes wissenschaftliches Niveau der Tagung garantierte, konnte geradezu als selbstverständlich gelten.
Da einige der Tagungsteilnehmer erstmals Ankara besuchten, wurde - sozusagen als Einstimmung auf unser Thema – am Tag vor Beginn der Konferenz ein reichhaltiges Besichtigungsprogramm organisiert, das neben dem Besuch des Atatürk-Mausoleums die Besichtigung des Museums der anatolischen Zivilisationen, der Burganlage, der Haci Bajram-Moschee sowie der Koca Tepe-Moschee umfaßte. Für uns war es geradezu unglaublich, was sich so alles an interessanten Programmpunkten in einen einzigen Tag hineinpacken ließ. Daß alles so reibungslos ablief, war unserer umsichtigen Sebnem hanim zu verdanken, einer Mitarbeiterin von Professor Hüseyin Baðci an der Middle East Technical University, die uns betreute. Sie verstand es ausgezeichnet, die Interessen und, im wahrsten Sinne des Wortes, auch die Geschmäcker unserer kleinen Gruppe - bestehend aus Holger Th. Graef, Valeria Heuberger, Markus Köhbach, Wolfgang Müller-Funk und Gerhard Reiweger - wunderbar unter einen Nenner zu bringen.
Dabei unternahm sie mit uns ganz spezielle Besichtigungstouren, so etwa mit der Verfasserin dieses Kurzberichts in den für Frauen bestimmten Teil der Haci Bajram-Moschee, aber auch kulinarische Expeditionen wie etwa in diverse Konditoreien. Die Konferenz vermittelte auf diese Weise nicht bloß einen nachhaltigen Eindruck von den wissenschaftlichen Leistungen der türkischen Fachkollegen, sondern auch türkische Lebens- und Alltagskultur in einem umfassenden Sinn. Und ebendieses soll, so meine Überzeugung, neben dem wissenschaftlichen Meinungsaustausch, auch ein Konferenzresultat sein.
In diesem Sinne: Nochmals von Herzen „tesekkür ederim“, liebe türkische Kolleginnen und Kollegen, und natürlich auch „tesekkür ederim“ an Kerstin Tomenendal und das OTW für die sowohl vom wissenschaftlichen als auch vom organisatorischen Blickwinkel ausgezeichnete Konferenz!
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