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Das Manuskript Löwenklau (Codex 8615) stammt aus dem Jahr 1586 und beschreibt das Leben in Istanbul aus der Sicht eines österreichischen Gesandten
Codex 8615, der Löwenklau (1586) zugeschrieben wird, enthält neben Bildnissen orientalischer Persönlichkeiten auch Szenen und Figuren aus dem öffentlichen und privaten Leben im osmanischen Istanbul (fol. 32–143); dieser letzte Teil ist eine Kopie nach dem verschollenen „Illuminierten Türkenbuch“ des David Ungnad von Sonnegg (gest. 1600), der 1573–1578 kaiserlicher Botschafter in Istanbul war; Ungnad ließ das Album dort mit Rückgriffen auf ältere Vorlagen anfertigen.
Der erste Teil der Handschrift enthält 18 Porträts türkischer und orientalischer Sultane; diese sind Teil einer Bildersammlung, die Hieronymus Beck von Leopoldsdorf (1525—15 96) zusammengetragen hatte; das sogenannte „Lamberger Porträtbuch“ wird im Kunsthistorischen Museum in Wien verwahrt.
Die Wiener Handschrift wird mit Johannes Löwenklau (1541–1590) verbunden, der im Jahr 1584 den kaiserlichen Gesandten Heinrich von Liechtenstein (1554–1585) nach Istanbul begleitet hatte; denn in seiner „Neuwen Chronicka Türkischer Nation“ erwähnt er ein solches Album. Die Widmung in dem Codex von Löwenklau ist nur auf ein Blatt zu beziehen. Der Codex wird neueren Forschungen zu schließen aus der Sammlung des genannten Hieronymus Beck stammen. Er befand sich bereits im Besitz des Prinzen Eugen (1663—1723), wie eine Widmung in der Handschrift belegt.
Eine Teilkopie der Handschrift befindet sich in Krakau. Im Anschluß sind einige Kopien aus der genannten Handschrift zur Illustration beigelegt. (Für detaillierte Informationen zu dieser Handschrift siehe Stichel, Rudolf H. W.: „Ein Nachtrag zum Porträtbuch des Hieronymus Beck von Leopoldsdorf. Bildnisse Orientalischer Herrscher und Würdenträger in Cod. Vindob. 8615”. Jahrbuch des Kunsthistorischen Museums Wien. Band 1/1999, S. 189–207.)
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