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| Publikationen / Literaturtips | |
| 24. Februar 2004 - 14:21 | |
| „Wir werden ganze Arbeit leisten ... | |
| Das neue von Stephan Neuhäuser herausgegebene Buch versucht, die Februarereignissen des Jahres 1934 mithilfe zeitgenössischer AutorInnen in neuen, kritischen Texten zu hinterfragen.
- ISBN 3-8334-0873-1 www.austrofaschismus.at | |
| Das vollständige Zitat von Heimwehrführer Emil Fey aus einer Rede vor Heimwehrverbänden am Vorabend des 12. Februar 1934 lautet: „Wir werden morgen an die Arbeit gehen, und wir werden ganze Arbeit leisten für unser Vaterland, das nur uns Österreichern alleine gehört und das wir uns von niemand nehmen lassen." Am Tag darauf beginnen mit den ersten Waffensuchungen der Heimwehrverbände in Linz auch die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Schutzbund und Heimwehr, die zu einem der traurigsten Kapitel in der Geschichte der Republik Österreich werden sollten. Dieses Zitat Feys legt die Entschlossenheit des Dollfuß-Regimes, mit Gewalt gegen eigene Bürger des Landes vorzugehen, deutlich offen. Was danach geschah, ist Geschichte. Geschichte, die bis heute nicht wirklich verarbeitet wurde und immer noch Gräben zwischen Christlich-Sozialen und Sozialdemokraten offen lässt. Wenn heute Nationalratspräsident Andreas Khol etwa einen Gottesbezug in der Verfassung fordert, brechen alte Wunden auf und die Erinnerungen an die dunklen Februartage des Jahres 1934 leben auf. Wenn heute noch das Bild von Engelbert Dollfuß den Parlamentsklub der ÖVP schmückt, werden Emotionen geschürt und trägt dies nicht unbedingt zur Aussöhnung bei. Vielmehr werden Zweifel am Geschichtsbild der Konservativen gerade in diesen Tagen wach. Welche Bedeutung diese Zeit für unsere Tage hat und was wir daraus lernen können, hat Stephan Neuhäuser mit seinem erst erscheinenden Buch „Wir werden ganze Arbeit leisten ..." versucht, mithilfe zeitgenössischer AutorInnen in neuen, kritischen Texten zu hinterfragen. Mit einem Vorwort von Bernd Amann, Obmann der IG Kultur Österreich, bietet diese Anthologie Beiträge von Inanc Atilgan („Gedanken eines Austro-Türken zum Allgemeinen Katholikentag 1933 und zu den Februarereignissen 1934"), Neda Bei („Die Bundesregierung verordnet sich"), Edith Gagern („Peter Strauß. Das erste Opfer der Standgerichte"), Wolfgang Huber („Die Gegenreformation 1933/34"), Stephan Neuhäuser („,Wer, wenn nicht wir?'1934 begann der Aufstieg des CV"), Mario Palaschke („Patrioten und Demokraten. Gedanken zur Beschreibung des Jahres 1934 in ,Vietnam mon amour' von Ernst Frey"), Gerhard Senft („Wirtschaftspolitische Leitlinien in der Ära des Austrofaschismus") und Christine Werner („Jura lebt"). Link für die Bestellun bei AMAZON: www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3833408731/qid%3D1089115118/028-8226683-9023710 | |
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